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July 13, 2008

Guest Article: Mass customization of musical instruments (in German language)

Image courtesy of Wikipedia at http://en.wikivisual.com/images/2/2a/DrumMozartRegiment.jpg It has been a long time that I posted to this blog more than an event announcement – life as a German university professor keeps you really busy during the semester. But to keep up postings running, I got help from some members of our mass customization community.

In a first guest article, Jan Palkoska comments on a field not covered n the previous discussion of mass customization: the customization of musical instruments. Jan wrote his master's thesis on this topic, focusing on the customization process of drums. As he finds, customization is the predominant pattern in this industry, but the execution of mass customization principles is often just at the beginning. Often, craft customization dominates. Reading his thesis, I was reminded at the bicycle industry, where also many mid- and high-end bikes are being customized in form of craft customization in retail.

His article is in German language, but you may let Google translate the text, or just jump to the end of the text where you will find a number of examples for offerings of custom drums in English.

For more information, contact Jan Palkoska at janpalkoska@gmx.de


Vermarktung individualisierter Musikinstrumente – Ein Vergleich verschiedener Angebote in der Schlagzeugindustrie. Von Jan Palkoska.

Musikinstrumente erscheinen auf den ersten Blick relativ ungeeignet für Individualisierungsbemühungen: So kommen Umsetzungen individueller Vorstellungen bei Instrumenten einer klassischen Orchesterbesetzung schon von daher kaum vor, da sich in den meisten Fällen – etwa Streich- oder Blasinstrumenten – eine traditionelle Bauform zugunsten eines optimalen Klangerlebnisses bewährt und allgemein durchgesetzt hat. Durchaus denkbar sind persönliche Anpassungen oder Einstellungen in Einzelfällen; diese betreffen aber nicht die grundsätzliche Konstruktion, und auch ästhetische Veränderungen, obwohl dies durchaus denkbar wäre, sind insgesamt unüblich – abgesehen von wirtschaftlich nicht nennenswerten Zuwendungen, die dem Einzelkünstler den Acrylglasflügel nicht entbehren lassen.

Außerhalb des klassischen Bereichs hält die instrumentelle Welt aber durchaus zahlreiche Vertreter vor, welche zur Umsetzung persönlicher Wünsche geradezu einladen, vor allem nämlich diejenigen, welche der Konfiguration bedürfen und je nach Bauweise einen höchst individuellen Klang und extravagante Erscheinungsbilder zu lassen: zum Beispiel Schlagzeuge.

Drummers of today are spoiled by the plethora of custom made drums (nearly equaling the number of production drums).

Wie dieses Zitat von Falzerano (1994) aus dem Jahre 1994 zeigt, haben die Hersteller von Schlagzeugen recht früh die Vorteile kundenindividueller Produkte erkannt und sie entsprechend vermarktet.

Auf der NAMM Show 2008, der Messe für Musikinstrumente in den USA, waren von einundvierzig Schlagzeug-Ausstellern lediglich siebzehn als reine Serienfertiger zu bewerten; während die Präsenz existierender Serienhersteller auf der Messe nahezu komplett war, ist davon auszugehen, dass die vertretenen Customizer im Vergleich zu weiteren Customizern die deutlich kleinere Gruppe war: bereits im Internet sind weitere achtzig bis neunzig Unternehmen vertreten.

Zwar sind die meisten dieser Firmen kleine Handwerksbetriebe, doch auch sie vermarkten ihre Produkte global und genießen unter Musikern ein hohes Ansehen. Trotz kleinerer Firmenstrukturen bedienen sich diese Hersteller zunehmend typischer Mass Customization Tools, allen voran Konfiguratoren. Dadurch wird auch die Einteilung in kleine Handwerksbetriebe oder größere Mass Customizer mehr und mehr obsolet, wobei selbst die Mitarbeiterzahl und die Ausbringungsmenge nicht unbedingt aussagekräftig sind.

Tatsache ist, dass Customizing in der Schlagzeugindustrie zum Schlüsselbegriff geworden ist. Der von vielen Firmen erhoffte Differenzierungsvorteil durch kundenindividuelle Produkte ist dementsprechend vor allem hinsichtlich der Vermarktung fraglich, da die große Mehrheit aller Anbieter kundenindividuelle Produkte im Leistungsprogramm führt, ständig neue, wenn auch kleine, Customizing-Betriebe entstehen und nicht zuletzt auch der Begriff Customizing inflationär und nicht immer im zutreffenden Sinne zu Vermarktungszwecken verwendet wird.

Eine Marke soll mit den sich verändernden Ansprüchen des Nutzers wachsen können, weshalb eine Anpassungsmöglichkeit des Instruments unbedingt erfordert. Um, trotz der weiten Verbreitung dieser Mechanismen, durch Customizing dennoch ihre Marken abgrenzen zu können und nicht gerade durch vermeintliche Individualität zum gesichtslosen Produkt zu werden, platzieren sich Firmen in der Schlagzeugbranche heute durch den Grad der Individualisierung. Dieser ergibt sich aus den jeweiligen Kompetenzen und Möglichkeiten, so dass die Konstituierung einer Markenidentität zunehmend durch die Vermarktung intangibler Leistungshorizonte angestrebt wird.

Während also beispielsweise das kalifornische Unternehmen Orange County Drum & Percussion die außergewöhnlichsten Designwünsche der Kunden zu ermöglichen versucht, bietet der japanische Hersteller Pearl die Umsetzung kundenindividueller Klangcharakteristika durch unterschiedliche Trommelkesselkompositionen an. Andere Firmen wiederum spezialisieren sich durch die Verwendung unkonventioneller Grundmaterialien  – wie es bei RCI Starlite der Fall ist (Acryl), nach stilistischen Orientierungen – etwa bei San Francisco Drum Co. (Vintage Fokus), oder gar durch „special effects“ – von tmd customs (illuminierte Instrumente).

Auch die Art des Kundenservices unterscheidet sich teilweise massiv. Während bei einigen Herstellern Produktkonfiguratoren Verwendung finden, ermöglicht Phattie Drums dem Kunden den persönlichen Kontakt zu den einzelnen Handwerken. So können sogar hochspezielle, oft nur schwer verbalisierbare Wünsche gemeinsam umgesetzt werden. Entsprechend siedeln sich solche Produkte preislich im High End Bereich an und stellen somit eigentlich keine realistische Konkurrenz zu Herstellern von Serienprodukten dar.

Eine innovative Option bietet das traditionsreiche deutsche Unternehmen Sonor, welches ein Mass Customization Konzept geschaffen hat, bei dem der Kunde sowohl die Vorteile der Serienproduktion, als auch gleichzeitig Optionen des Customizings nutzen kann. Vorkonfigurierten Serienprodukte können durch Möglichkeiten des Customizing Konzepts SQ² individuell ergänzt werden und tragen so dem „share of wallet“-Gedanken Rechnung. Dabei sind auch vollständig individuell zusammengestellte Drum-kits innerhalb gegebener Möglichkeiten denkbar, wobei ein positiver Kosteneffekt vor allem durch die Synergie von Serien- und individuellen Produkten entsteht.


A selection of mass customization offerings in the drum industry

dw drums (www.dwdrums.com):  At DW, we're famous for building custom kits. Exotic woods from around the globe, sonically diverse shell configurations, hot-rodded Graphics lacquer finishes, four distinct drum hardware color choices and so much more. It's all about expressing your own personal style behind the kit and on it. (Customizing since 1990)

Orange County Drum & Percussion (www.ocdrum.com):  One of the things that makes OCDP different from other companies is the options and the finishes. […]This does nothing for the sound of the drum, but it gives the drum a more custom look which some people prefer. (1991)

Pearl (www.pearldrums.com): Masterworks is about choices for the discriminating drummer. Choices like North American Maple, Scandinavian Birch and African Mahogany. Three highly prized woods for shell composition, not just the same shell everyone else custom paints. […] With Masterworks, your kit sounds like your kit. (2003).

Phattie Drums (www.phattiedrums.com): Beyond Custom [...] Now you can work with a member of our staff to design your own Sounds Like Art snare. Our wood experts will help pick a wood that meets your sonic requirements while our artists turn your ideas into 3D designs carved into the shell. You also have the option of custom hardware, working with our artists to create a lug that compliments your shell design while maintaining functionality. (2001).

Pork Pie Drums www.porkpiedrums.com: Whether recorded or live, the difference in your sound will be a custom Pork Pie™ Snare. Hearing is believing! Our Snare Drums are available in an almost limitless choice of Custom Lacquers, Stains and Wraps. (1987)

RCI Starlite www.rcidrums.com: All of our RCI acrylic shells are made from a specialty formulated hardened performance polymer made in the USA exclusively for RCI. These are true All American manufactured products made in America by Americans. [...] It’s impossible to list all the infinite patterns and color combinations that we create due to the fact we are a total custom shop. Whether you are a top manufacturer in the industry, a boutique drum manufacturer or an individual looking to create your dream set RCI deals directly with a personalized service.

San Francisco Drum Co. www.sfdrumco.com: At San Francisco Drum Co, we believe in combining the classic design approach from yesteryear with today's modern materials, construction methods, and components. (2004)

SHINE Custom Drums & Percussion www.shinedrums.com: What makes a custom drum company successful in the very crowded "custom drums business" these days? We believe the answer to this question is quite simple...offer a product that is reliable, better built than your competitors and give artists and customers the kind of treatment you would give to your family or close friends. It seems like a simple concept yet it is why Shine Drums is the fastest growing and most sought after custom drum manufacturer in the world today. (2004)

SJC custom drums www.sjcdrums.com: Design your dream. (2000)

SONOR (www.sonor.com): SQ2 is more than a new drum series. It is an entirely new concept both of making drums and selecting drums. With an almost unlimited variety of shell - size - finish combinations SQ2 is the most individual drum we have ever made and the most unique one you have ever dreamed of playing. It will let you speak with your personal musical voice. It is your signature in sound. (1993)

tmdcustoms www.tmdcustomdrums.com: Ceelite is a new technology that allows flat, flexible light to be formed around the shell of any drum and is available through TMD Customs. This will bring a new dimension to what was thought to be a stale market. With every company offering custom designs, TMD Customs brings you the new wave in drum finishing that you will not be able to find anywhere else. Ceelite allows you to illuminate your entire drumkit with the touch of a button or by simply hitting the drum by using the optional trigger mount creating the first ever lit drum show. (2005)

February 07, 2008

RKW-Arbeitskreis Mass Customization startet am 6. März 2008

[This is a posting in German language as it refers to an initiative in German language -- continue in English here].

Ich wurde gebeten, auf folgende Veranstaltung aufmerksam zu machen: Am 6. März 2008 startet das RKW Kompetenzzentrum einen Arbeitskreis zum Thema „Kundenindividuelle Produktion - Mass Customization“. Der Arbeitskreis wendet sich branchenübergreifend an Fach- und Führungskräfte (Geschäftsleitung, Vertrieb, Konstruktion und Fertigung/Produktion) aus kleinen und mittelständischen Unternehmen der Investitionsgüterindustrie. Das Ziel ist ein Erfahrungsaustausch unter Praktikern, der den Teilnehmern Anregungen für ihre eigene, ganz spezielle Unternehmenspraxis gibt und Voraussetzungen und Erfolgschancen einer wirtschaftlichen kundenindividuellen Produktion in den Mittelpunkt stellt. Die Teilnahme am Arbeitskreis, der dreimal jährlich tagen soll, ist kostenlos.

Die Eröffnungssitzung findet am Donnerstag, den 06. März 2008, um 15.00 Uhr im Technologie- und Innovationszentrum Gießen statt. Anmeldung und mehr Information bei Dr. Heiner Depner vom RKW, Tel. 06196-495 3221, E-Mail depner@rkw.de.

January 01, 2008

Top 10 Mass Customization Companies in 2007 -- Report in Best Practice Business Blog

Happy New Year!

Best Practice Business is a rather large German blog, and Burkhard Schneider, its main author, recently added more and more good reports on new mass customization companies. If you understand German, very worthwhile to read.

Yesterday, as part of the usual top 10 lists popping up at the end of the year, he also created a list of "top 10" mass customization companies in 2007. There are a number of great concepts, others I find less innovative, other are missing, but it is a great review of interesting concepts in the area. The blog, and the posting, are in German, but you easily will get the picture. Here is the top-10 list (go here for further descriptions and the links)

# Mymuesli: Mass Customized Müsli
# Blends For Friends: Mass Customized Teas
# Vuru – Custom nutrition
# My Twinn - custom dolls
# Miss-Information: Custom travel books
# flattenme: Personalized children books
# TasteBook: Mass Customized recepies
# Paragon Lake: mass customized jewelry
# Cosmocards - Personal Greeting Cards
# Zyrra – mass customized bras

December 28, 2007

Video interview on mass customization and open innovation

FoerderlandIn case you understand German and prefer to watch a video instead of reading a paper or book, this video is for you: Förderland, a large German Blog on Entrepreneurship, has conducted a nice video interview where I explain the basic concepts of mass customization, user innovation, co-creation and how this all belongs to each other (for a more detailed version of this, read our book).

In the video, I define the the basic concepts, give some examples, talk about the challenges, discuss, how entrepreneurs and start-ups can profit from these concepts, and name my personal best practice of a company in this area. And: The video also offers a view into my not really tidy and organized university office (note: I recently have ordered nice new office furniture, but as this industry is not doing any mass customization at all, delivery times for this are more than two months ...)

Here is the video (or go here to the full link and summary):




Thanks to the Exciting Commerce Blog where I noticed that my interview has been published first!

September 10, 2007

User Innovation in the Catholic Church: Dioceses of Cologne launches idea competition platform

Aendere was  - user innovation at the Catholic ChurchThis is the last sign that there is something behind user & open innovation: The Catholic Church has started an online open innovation idea competition (well, one could say that the entire church IS a lead user invention anyway).

KJG, the Catholic youth organization of Cologne, one of Germany’s largest dioceses, just launched a web site where young people are encouraged to submit ideas what they want to change at the Catholic Church.

The website aenderwas.de (German for „Make a change“) broadly asks for ideas and suggestions. You can either submit a short idea or comment, or upload a long suggestion (perhaps for a real innovative interior design of a Church that you would like to see; or the tunes of a song you would like to sing …). Interestingly, they also ask one of the easiest but often neglected questions: If you don’t go to church, why?

People who submit the best and most innovative ideas will be invited to a kind of lead user workshop to build on these ideas and to transfer them into more concrete offerings. But the people behind the initiative also know about the limits of this approach and acknowledge in a disclaimer that not all change requests can be incorporated immediately.

It all started, by the way, when one of the organizers was in an Executive MBA class I taught on open innovation a while ago. She immediately saw the opportunities of improving the offerings directed towards younger people by the Church, and later transferred her learning into this project.

I am very curious to see what comes out of this initiative and what will be the experiences of this project. Will such a broad call for input generate real innovative ideas? I will keep you posted – and if you have an idea what to change with the Catholic Church (from the perspective of you, the user), the opportunity is there: www.aenderwas.de (note: While God speaks all languages, you need German language skills for this).

August 03, 2007

German MC Community: Job Opening, Mass Customization Seminar, Innovation Management Class

In GermanThis is a posting in German language with information for the German-speaking MC&OI community on events and positions which require German language skills. To continue in English, click here.

Einige kurze Hinweise für alle deutschsprachigen Leser auf spezifische deutsche Events in deutscher Sprache -- und eine Stellenanzeige für junge Nachwuchswissenschaftler:


Job Opening: Wissenschaftlicher Mitarbeiter/in oder Post-Doktorand/in für RWTH-TIM Aachen gesucht

Rwthlogo_6_web_enMass Customization und Open Innovation nicht nur als Hobby oder Interessensgebiet, sondern als Beruf?
Am meinem Lehrstuhl für Technologie- und Innovationsmanagement an der RWTH Aachen ist eine Stelle für eine/n Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in bzw. Post-Doktorand/in zu vergeben.

Zwingend erwartet wird für diese Stelle ein Studienabschluss mit Prädikatsexamen in den Wirtschaftswissenschaften oder im Wirtschaftsingenieurwesen mit Vorkenntnissen im Fachgebiet Technologie- und Innovationsmanagement sowie fundiertem Vorwissen im empirischen Arbeiten.

Mehr Informationen und vollständige Ausschreibung in diesem Dokument.

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Mass Customization und Design: Ein Tages-Seminar über Mass Customization und die Bedeutung und Herausforderung für das Design. Zollverein School of Design & Management, 27. Sept. 2007

The building of the Zollverein School in Essen, GermanyDas Seminar gibt einen Überblick und Ausblick über Mass-Customization-Strategien: Wie können Benutzer und Kunden in den Designprozess und die Produktionskette mit eingebunden werden? Welche Auswirkung hat Mass Customization auf die Marke, auf den Brand? Kann man mit Mass Customization Geld verdienen? Ist Mass Customization die Strategie der Zukunft?

Referenten sind Frank Piller, RWTH Aachen, und Anrdej Kupetz, Präsident Zollverein School of Management and Design und Fachlicher Leiter Rat für Formgebung

Mehr Information hier.

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Management-Lehrgang Innovation Management

EuroforumlehrgangZusammen mit dem EuroForum-Verlag bieten wir ab Oktober 2007 einen schriftlichen Management-Lehrgang „Innovationsmanagement“ an. Er gibt Hinweise für die Implementierung sinnvoller Innovationsstrukturen in Ihrem Unternehmen. Experten aus Praxis und Wissenschaft geben Tipps für das erfolgreiche Management des gesamten Innovationsprozesses, von Kreativitätstechniken zum Finden und Weiterentwickeln von Ideen über Open Innovation und das Management des Entwicklungsprozesses bis hin zu erfolgreicher Vermarktung der Innovation und den Schutz des geistigen Eigentums.

Für Menschen mit Vorkenntnis ist dieser Kurs vielleicht etwas teuer, hier reicht m.E. das Lesen einiger aktueller (Lehr-)Bücher zum Innovationsmanagement. Der Kurs ist vielmehr für alle Teilnehmer aus der Praxis konzeptioniert, die eine kompakte und dennoch fundierte Einführung in überschaubaren Lerneinheiten bekommen wollen. Und dazu gibt es am Ende auch noch ein Abschlusszertifikat über die erfolgreiche Teilnahme.

Nähere Informationen im Flyer zum Produkt.

March 06, 2007

German MC Community: Open innovation Event, brainR, MC2007 Review und neue deutsche Blogs

In GermanThis is a posting in German language with information on a German -language event on Open Innovation, a great new site for crowdbraining (brainstorming), and some links to new German blogs in the context. To continue in English, click here.

Ein kurzes Update für alle deutschsprachigen Leser – ich werde zwar auch nach meiner Rückkehr vom MIT nach Deutschland an die RWTH Aachen die Blog-Sprache weiterhin auf Englisch belassen, aber dennoch hier einige Hinweise auf spezifische deutsche Events und Quellen in deutscher Sprache:

(1) Open Innovation Forum in Wien am 22. März 2007

Am 22. März darf ich in Wien das Open Innovation Forum mit einem Vortrag eröffnen. Das Programm sieht sehr vielversprechend aus und bietet allen, die auf unserer deutschen Mass-Customization-Tagung Anfang Februar in Salzburg das Thema User/Open Innovation vermisst haben, eine gute Möglichkeit zur Auseinandersetzung mit der Thematik.

Alle Informationen hier: www.pfi.or.at/forum


(2) Crowdbraining: brainR.de

Gerade habe ich www.brainR.de entdeckt (dank dem Best-Practice-Business-Blog). Sehr schöne Idee. Crowdbraining: Brainstormen in einer großen Gruppe. Ich habe gleich mal eine passende Frage gepostet: Welche Produkte eignen sich für Personalisierung und Individualisierung? Mitmachen: was ist Ihre Idee?

Innerhalb weniger als 30 Minuten kamen fast 25 Antworten zusammen, jetzt sollten es noch mehr sein! Und einige sind wirklich originell !


(3) Rückblick auf die MC 2007 in Salzburg

Wir hatten eine super achte deutsche Mass-Customization-Konferenz in Salzburg: 140 registrierte Teilnehmer, tolle Gespräche und eine super Location. In der Blog-Welt wurde von einigen Teilnehmern recht ausführlich über die Tagung berichtet, und vom ORF gibt es einen schönen Fernsehbeitrag, der auch als Stream zur Verfügung steht. Alle Berichte, Fotos und Links auf der Tagungs-Web-Site.

Die nächste deutsche MC Tagung kommt Mitte 2008, jetzt steht als nächstes echtes Großereignis die MCPC 2007 am MIT im Haus.


(4) Neue deutsche Blogs

In letzter Zeit haben sich einige schöne neue Blogs zum Thema Interaktive Wertschöpfung und Crowdsourcing gebildet. Einen sehr guten Überblick bietet auch ein (englischer) Beitrag auf der Original-Crowdsourcing-Seite zum Thema in Deutschland

Crowdwisdom von Markus Poehlmann, Unternehmensberater aus Hannover. Aktiver und interessanter neuer Blog zum Thema. Auch für mich ist immer viel neues dabei.

OpenEUR: Ambitioniertes Projekt von zwei Angehörigen der Zeppelin University mit recht ausführlichen und gut beschriebenen Postings. Lesenswert!

Open Innovators ist nicht nur ein Blog, sondern eher ein Forum zum Thema Open Innovation, mit Fallstudien, News und Diskussionsplattform. Gestartet wurde die Site von Frank Pfeiffer aus Karlsruhe.

December 18, 2006

Deutsche MC-Community (German MC Community): Montagekongress 2007 und Web 2.0 Report von z-punkt

In GermanThis is a posting in German language with information on a German event and a new German Web 2.0 report.

Montagekongress"Kundenbindung durch reaktionsschnelle Montage" lautet das Thema des 20. Deutschen Montagekongresses, der am 6. und 7. Februar 2007 vom iwb-Institut der TU München veranstaltet wird.

Zu diesem Thema treffen sich an diesen Tagen in München Fach- und Führungskräfte aus dem Bereich Montage. Neben Informationstechnik und Logistik stehen diesmal die Flexibilisierung der Anlagentechnik sowie Baukastensysteme und low-cost-Automation im Mittelpunkt der Veranstaltung.

Referenten sind neben iwb-Institutsleiter Gunther Reinhart u.a. Adolf Kraus, Leiter Logistik und IT bei der BMW AG in Leipzig, Festo-Vertriebsleiter Deutschland Rolf Storr und Michael Freitag, Leiter Supply Chain Management und Logistik der Vaillant Group in Remscheid. Ich halte den Eroeffnungsvortrag am ersten Tag zum Thema Mass Customization und Open Innovation.

Das ganze Programm und weitere Informationen auf der Web-Site der Veranstaltung

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Reminder: DIE Veranstaltung fuer die deutschsprachige MC-Community:


The GERMAN mass customization event 2007

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Web 2.0 Report von Z-Punkt

Web20report_1Z-Punkt, ein deutsches Trendforschungsbüro hat gerade den Web 2.0 Report veröffentlicht, der vor allem Managern, die sich über dieses Thema einführend, aber umfassend informieren wollen, Hilfestellung gibt. Der Web 2.0 Report liefert eine mfassende Analyse des Phänomens Web 2.0 im deutschsprachigen Raum.

Aus der Ankuendigung:

Web 2.0 – was ist dran? Von Consumer Empowerment und Geschenkökonomie schwärmen die einen – aber wer bezahlt die Rechnung? Eine zweite Dot.com-Blase bespötteln die anderen – aber ist das Netz nicht längst erwachsen geworden? Ein gutes Geschäft wittern dritte – aber was ist das Geschäftsmodell?

Der Report analysiert das Thema Web 2.0 aus der User-, Technik- und Businessperspektive. Und gibt so eine eher salomonische Antwort auf die Frage: Hype oder Quantensprung: Der Hype wird ver¬schwinden, das Phänomen wird bleiben – und an Bedeutung gewinnen. Web 2.0 ist keine neue „Version“ des Netzes, wie der Begriff suggeriert, sondern eine Metapher für einen evolutionären Wandel. Gleichzeitig steht Web 2.0 jedoch für etwas qualitativ Neues – für eine neue Art, wie User mit dem Netz umgehen, für neue Ansätze in der Webtechnologie und für einen neuen Zugang zum Business im Internet.

Der Report zieht drei Entwicklungslinien in die Zukunft:

- User-Driven Economy: Der User wird zum Wertschöpfungspartner
- Cybersourcing: Geschäftsfunktionen werden ins Netz ausgelagert
- Mash Up Your Business: Zukunftsmärkte sind Schnittstellenmärkte

Unternehmensprofile von vielen bekannten, aber auch etlichen nicht so bekannten Unternehmen, runden den Report sehr schön ab (z.B. 37signals, Flock, Netvibes, Nooked, qype, AllPeers, Cyworld, Outside.In).

Die Themen im Report

Info: 115 Seiten als PDF im Querformat, Preis: 170 Euro inkl MwSt. Info und Bestellung hier. (HINWEIS: über den Exciting Commerce-Blog bekommen Sie den Report zum Sonderpreis von 140 Euro).


Kontext: Einen ähnlichen Report gibt es vom Erfinder des Begriffs Web 2.0, Tim O'Reilly: Web 2.0 Principles and Best Practices , O'Reilly Media, 2006, 101 S., PDF, 375$

December 04, 2006

2007 Mass Customization Event Preview (II): Die 8. Mass Customization Tagung für Deutschland, Österreich und die Schweiz (8th German-language Business Seminar)

In February 2007, the next German-language business seminar on mass customization will take place in beautiful Salzburg (the following announcement is in German language only).

The GERMAN mass customization event 2007

In German Zum achten Mal wollen wir die deutschsprachige Mass-Customization-Community in einer Fachtagung zusammenbringen. Am 16 Februar 2007 treffen sich wieder Anwender und Wissensträger rund um die kundenindividuelle Massenproduktion - dieses Jahr im Audimax der FH-Salzburg.

Im Fokus der Tagung stehen diesmal Zukunftsstrategien für Mass Customization: Welche strategischen Optionen bietet Mass Customization, und wie kann dieses Konzept in eine nachhaltig erfolgreiche Unternehmensstrategie integriert werden?

In einem Intensivworkshop am Nachmittag des Vortrags (15. Februar) besteht zudem die Möglichkeit einer intensiven Einführung in die Thematik.

Aufgrund des Feedbacks der letzten Veranstaltungen ist die Tagung dieses Jahr noch interaktiver gestaltet. Klassische Vorträge werden durch themenfokussierte Panel ersetzt und durch Workshops ergänzt, um eine intensive Kommunikation unter den Teilnehmern zu ermöglichen.

Erfahren Sie in einem Dialog mit herausragenden Unternehmensexperten im Gebiet,

- welche strategischen Optionen Mass Customization bieten kann,

- wie Mass Customization die Profitabilität steigern und Kosten senken kann,

- welche technischen und organisatorischen Voraussetzungen Mass Customization besitzt,

- wie Mass Customization die derzeitigen Mega-Trends Web 2.0, Social Shopping und Customer Co-Creation konkretisiert und ergänzt,

- welche Erfolgs- und Misserfolgsfaktoren bei der Einführung von Mass Customization zu beachten sind.

Die Tagung ist das Nummer-1-Networking-Event zum Thema im deutschsprachigen Raum und eine optimale Ergänzung der internationalen MCPC 2007 Conference.

Die Tagung wurde auf einen Freitag gelegt, um Ihnen die Möglichkeit zu geben, das anschließende Wochenende mit Freunden, Partner oder Familie im winterlichen Salzburg oder den angrenzenden Skipisten zu verbringen.

Alle Information zu Programm, Anmeldung und Anreise finden Sie hier:
http://www.mass-customization.de/mc07/

August 08, 2006

German: Special Issue of Die Unternehmung on Mass Customization (in German language)

German_1(The following posting is in German language only as it covers a German language publication only. Sorry! )


Sonderheft "Mass Customization" der Fachzeitschrift Die Unternehmung (in GERMAN language)

Die_unternehmung_1Die Schweizer BWL-Fachzeitschrift (Die Unternehmung) hat unter Federführung von Prof. Manfred Bruhn ein gutes Sonderheft zu Mass Customziation mit starkem Marketing-Fokus herausgebracht (Ausgabe 3/2006).

Die Beiträge:

-- Kundenzufriedenheit bei Mass Customization: Eine empirische Untersuchung zur Bedeutung des Co-Design-Prozesses aus Kundensicht

-- Warum «Toolkits for User Innovation and Design» für ihre Nutzer Wert schaffen

-- Mass Customization: Strategische Option mit beschränktem nachfrageseitigem Erfolgspotenzial

-- Produktkonfiguration als Präferenzkonstruktion

Das Heft (Ausgabe 3/2006) kann für 17 Euro direkt beim Verlag bestellt werden: http://www.dieunternehmung.ch ==> Ausgabe 3/2006

May 25, 2006

Deutsche Mass Customization Community -- A Special for the German Mass Customization Community (in German Language)

German_1(The following posting is in German language only as it covers German events and publications. Sorry! Continue to read in English here.)
Neue deutsche Publikationen zu Mass Customization und Open Innovation, neue deutsche Fallstudien und ein Hinweis auf eine spannende Veranstaltung vom 21-24. Juni bei Stuttgart.


Our new GERMAN language book on value co-creation (1) Interaktive Wertschöpfung: Open Innovation, Individualisierung und neue Formen der Arbeitsteilung
Unser neues Buch zum Thema dieses Blogs ist erschienen !!

Das Thema: Open Innovation, Social Commerce und Mass Customization sind aktuelle Strategien, bei denen die Kunden eine neue Rolle bekommen: Sie sind nicht mehr nur passive Konsumenten, sondern aktive Wertschöpfungspartner. Kunden gestalten heute Produkte oder Dienstleistungen aktiv mit und übernehmen teilweise sogar deren gesamte Entwicklung oder Herstellung.

Aus betriebswirtschaftlicher Sicht kommt es damit zu neuen Formen der Arbeitsteilung. Das Konzept "Interaktive Wertschöpfung" (IWS) diskutiert die daraus resultierenden Strategien und Prinzipien und stellt eine neue ökonomische Theorie vor, die die neuen Formen der Arbeitsteilung erklären soll.

Das Buch steht in weiten Auszuegen kostenlos zum Download zur Verfuegung (Open Access). Mehr Informationen auf einer eigenen Web-Site: www.open-innovation.com/iws


(2) Mass Customization Buch bei Gabler in 4. Auflage erschienen

Piller bei Gabler 4 AuflageMein "blaues Buch", das Mass Customization aus einer wissenschaftlichen Perspektive betrachtet, ist nun in der vierten, vollständig aktualisierten Auflage erschienen. Vor allem die Fallstudienübersicht im Anhang und die Literatur wurden überarbeitet, aber auch z.B. die Definition von Mass Customization konkretisiert. Wenn Sie eine der früheren Auflagen schon haben, lohnt sich der Kauf eher nicht (angesichts des hohen Preises, den der Verlag fordert), ansonsten freue ich mich über den Kauf.
Einen Auszug aus dem Buch als Download hier (PDF von Vorwort, Inhaltsverzeichnis, Leseprobe).



(3) Neue Fallstudien zu Mass Customization beim Symposion Verlag erschienen

Piller & Stotko bei SymposionWährend das vorangehend erwähnte Buch eher wissenschaftlich ist, habe ich zusammen mit meinen Co-Autor Christof Stotko in unserem Buch "Neue Wege zum innovativen Produkt: Mass Customization und Kundenintegration" eine eher praxisbezogene Herangehensweise gewählt. Dieses Buch behandelt auch ausführlich die Verbindung zwischen Mass Customization und Open Innovation (Mehr Infos zum Buch, das Ende 2003 erschienen ist).

Eine Besonderheit dieses Buchs ist, dass sich jeder Leser dieses selbst konfigurieren und individualisieren kann. Dazu dient neben dem Grundtext vor allem ein ausführlicher Fallstudienanhang, geschrieben von verschiedenen Fachexperten. Dieser wurde nun um 10 neue Fallstudien ergänzt.

Die NEUEN Fallstudien im Überblick (teilweise handelt es sich um Aktualisierungen):

- My Personal Channel: Kundenindividuelle Fernsehangebote
- IKEA: Die individuelle Lösung für Ihre Küche
- InVIDO GmbH: Mass Customization in der Möbelindustrie
- Kfz-Versicherungen: Kann man Kundentarife individualisieren?
- Kreditkarten: Die eigene Wunschkarte konfigurieren
- Lands’ End Custom: Hosen und Hemden maßgeschneidert
- Karstadt und Maile: Zwei Konzepte für Herrenmode nach Maß
- NIKEiD: Individuelles Design von Sportschuhen
- Dynamic Packaging: Mass Customization in der Reisebranche
- Linel: Mass Customization in der Wasseraufbereitungsbranche

Alle Fallbeispiele können Sie zum günstigen Preis zwischen 4 und 6 Euro direkt beim Verlag beziehen. Die Auswahl erleichtert Ihnen dabei unser Fallstudien-Konfigurator (einfach "alle Beiträge anzeigen" lassen, die neuen sind eindeutig gekennzeichnet). Dort bekommen Sie auch mehr Informationen zu den einzelnen Fallstudien. Natürlich können Sie sich auch einzelne Abschnitte des Grundtextes des Buchs einzeln als PDF-Download erwerben.



(4) Open Innovation, Mass Customization und Innovationskommunikation – ein Executive Training im Communicate-Programm der TU München

Communicate21. bis 24. Juni 2006 im Schlosshotel Liebenstein, Neckarwestheim bei Stuttgart (Info)

Aus der Ankündigung: "Andere sprechen von Innovationskommunikation – wir nennen es „Communication and Leadership“. Denn Leadership heißt: Neue Dienstleistungen und Produkte entdecken, entwickeln und erfolgreich einführen. Und dazu gehört Kommunikation. Wollen Sie Innovationen zum Schlüssel des Erfolgs Ihres Unternehmens werden lassen? Kennen Sie die wichtigsten Prinzipien der Gestaltung erfolgreicher Innovationsprozesse? Haben Sie die Nase vorn bei der Kommunikation neuer Entwicklungen?"

Als Teil der Veranstaltung wird TUM Business School Professor Joachim Henkel eine ausführliche Einführung in Open Innovation und den Lead-User-Ansatz. geben. Ich werde einen Nachmittag zum Thema .Mass Customization. gestalten, mit besonderem Schwerpunkt auf Kommunikation und innovative Kundeninteraktion.

Die Teilnahmegebühr für ein Executive Training beträgt 2.350 € (zzgl. MwSt.). Bei einer Anmeldung bis zum 29. Mai 2006 zahlen Sie einen reduzierten Teilnehmerbeitrag in Höhe von 1.850 € (zzgl. MwSt.). Im Preis enthalten sind Tagungsgetränke, Mittag- und Abendessen sowie Trainingsunterlagen.

Das vollständige Programm finden Sie hier: http://www.communicate-program.de/580.0.html
Info-Telefon: +49 (0) 89 - 289 28481

Hinweis: Leider zeitgleich zu dieser Veranstaltung findet in Hamburg die wissenschaftliche Mass-Customization-Tagung imcm06+peto06 statt.

August 24, 2005

Two new books on mass customization

German languageFor our German speaking readers: Two new books on important aspects of mass customization have just been published. The first discusses mass customization from a consumers’ perspective (based on an empirical study) and is a major contribution to the field, given the very limited research in this area. The second book focuses on the co-design aspect of mass customization in the setting of industrial goods and analyses by the means of a large scale sample if mass customizing companies can utilize the interactions with their customers to increase their efficiency.

(1) Die praktische Relevanz von Mass Customization. Die individuellen Bedürfnisse des Kunden – oder der Konsument als Lemming?, von Michael Kreuzer, Haupt Verlag; Bern, Stuttgart, Wien 2005; ISBN 3-258-06876-3

Kreuzer
Zusammenfassung: Viele Verfechter der kundenspezifischen Massenfertigung (Mass Customization) begründen ihre praktische Relevanz mit den informations- und produktionstechnologischen Fortschritten, die es dem Anbieter ermöglichen, individualisierbare Produkte kostengünstig herzustellen. Zahlreiche kritische Stimmen geben deshalb zu bedenken, dass die Optik der Nachfrage zu stark vernachlässigt oder zu oberflächlich behandelt wird. Das Buch soll Forschende als auch Praktiker für mögliche Motive und Erwartungen des Konsumenten gegenüber individualisierbaren Produkten sensibilisieren und damit zu einer differenzierteren konzeptionellen sowie empirischen Auseinandersetzung mit dieser Thematik beitragen.

Im Rahmen einer empirischen Studie wurden die nachfrageseitigen Erfolgsvoraussetzungen von Mass Customization untersucht. Die theoretischen Überlegungen und empirischen Befunde legen nahe, dass bei den wenigsten Gebrauchsgütern die massgeschneiderte Form das traditionelle, standardisierte und vorproduzierte Angebot verdrängen wird. Mass Customization wird auch mittelfristig eine Wettbewerbsstrategie bleiben, die sich unter gewissen Vorraussetzungen primär zur Bearbeitung einer Nische anbietet. Zudem ist diese Angebotsform nur zweckmässig, wenn sich der selbe Nutzen nicht mit der gezielten Ausgestaltung der einzelnen Markeing-Mix-Instrumente erreichen lässt. Denn diese Möglichkeit der Leistungsindividualisierung ist sowohl für den Anbieter als auch für den Nachfrager mit bedeutend weniger Risiken und entsprechend geringerem Transaktionsaufwand verbunden.


(2) Vertriebseffizienz durch Kundenintegration: von Christof M. Stotko, Wiesbaden: Gabler-Deutscher Universitätsverlag 2005, ISBN: 3824483076

Diese Arbeit leistet einen wichtigen Beitrag zur empirischen Fundierung der Forschung rund um Mass Customization. Der Fokus der Arbeit liegt hierbei ausschließlich auf den Kostensenkungspotenzialen, die sich durch die Kundenintegration ergeben, die notwendig ist, um individualisierte Produkte anbieten zu können. Das Ziel der Arbeit ist es dabei, herauszufinden, in welchem Maße die in der Theorie rund um Mass Customization erarbeiteten Kostensenkungspotenziale in der Praxis des deutschen Werkzeugmaschinenbaus umgesetzt werden. Hierzu befragt der Autor schriftlich 105 Herstellern von Werkzeugmaschinen. Der Autor gelangt zu dem ernüchternden Ergebnis, dass es dem deutschen Werkzeugmaschinenbau heute nicht gelingt, Kostensenkungspotenziale aus der Integration des Kunden in seine eigene Wertschöpfungskette ziehen zu können.

Dies ist insbesondere daher erstaunlich, da der Werkzeugmaschinenbau seine Produkte traditionell sehr stark individualisiert und seine Kunden regelmäßig bis in die Produktentwicklung hinein integriert. Dennoch kann das so gewonnene Kundenwissen nicht dazu genutzt werden, um Vorteile (bspw. gegenüber Wettbewerbern, die Standardgüter anbieten) im Vertrieb und in der Fertigung zu erlangen. Anbieter von individualisierten Werkzeugmaschinen werden bspw. von ihren Kunden nicht früher von anstehenden Kaufentscheidungen informiert als Anbieter von Standardprodukten. Ebenso führt das Angebot individualisierter Produkte nicht zu einer Reduktion von Lagerbeständen. Aufbauend auf dieser empirischen Basis entwickelt der Autor Implikationen für die Praxis.

Diese fokussieren sich insbesondere auf den Einsatz des Internets im Vertrieb und in der Fertigung. Durch die übergreifende Verknüpfung von Vertriebs- und Fertigungssystemen durch Internettechnologien soll es möglich werden, das im Vertrieb gewonnene Wissen für die Fertigung zugänglich zu machen. Im Sinne der Kundenintegration schlägt der Autor vor, dieses System im Internet zu veröffentlichen, um dort selbst Bestellungen tätigen zu können. Der Autor kommt zwar zu dem Ergebnis, dass die persönliche Kommunikation im B2B Vertrieb die wichtigste Komponente ist, schränkt dies jedoch auf den Erstkauf ein. Folgekäufe könnten durch aus vom Kunden über das Internet durchgeführt werden. Insgesamt ist die Arbeit wissenschaftlich sehr gut fundiert. Insofern ist sie für Wissenschaftler, die sich mit dem Thema Mass Customization befassen, eine wichtige Quelle, wenn es darum geht, die Realisierbarkeit von Kostensenkungspotenzialen zu evaluieren. Andererseits ist ein großer Teil der Arbeit konkreten Handlungsanweisungen für Praktiker gewidmet.

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